Liebes Tagebuch,
heute morgen kamen wir mal gar nicht aus der Falle...so langsam merkt man das Urlaub nicht gleich Urlaub ist und wir ein recht hohes Tempo vorgegeben haben. Also sind wir erst so spät aus der Alkove gekrabbelt das es dann schon fast etwas knapp wurde. Schließlich mussten wir noch nach Franz - Josef zum Treffpunkt unserer Gletscherwanderung. Auf die Minute pünklich trafen wir ein und wurden direkt mit mit
Wanderausrüstung ausgestattet. Zuerst gab es wasserdichte Wanderhosen, in der man zwar keinen sexy Hintern hat, aber wenigstens trocken bleibt! :D Danach gabs dann Wanderschuhe, dicke Wandersocken und Spikes, die in einer schicken Bauchtasche verpackt waren. Als wir alles anhatten gabs dann noch Regenjacken, die wir aber gar nicht brauchten!
Anschließend gings dann mit dem Bus zum Parkplatz des Gletschers und von dort aus ca. 50 Minuten durch das Gletscherteil zum Eisgiganten. Der Anblick war schon beeindruckend, viel beeindruckender war aber der Anblick der Wandergruppe die sich grad auf den Weg nach oben machte, da wurde einem schon etwas mulmig. Ins Eis waren senkrecht nach oben verlaufend
Treppen eingehauen, mehrere Männer machten sich durchgehend daran diese nachzukloppen und freizuschaufeln. Immer wieder rollten Eis und Geröllmassen den Gletscher hinab ...aber was solls ...wird schon gutgehen ... irgendwie ... Zunächst wurden wir in die hohe Kunst des Anbringens der Spikes eingewiesen. Das sind so Schuhsohlen mit dicken Widerhaken, damit man auf dem Eis laufen kann. Als das geschehen war gings dann also los. Keine Ahnung wieviele Stufen es waren, aber sicherlich ein paar hundert ging es steil nach oben durch meterdickes Eis. Zwischendurch waren Seile an den Wänden befestigt, die halfen, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Einige Passagen waren auch ohne Stufen, einfach so bergauf ins Eis. Das Erlebnis is
t mal wieder unbeschreiblich und unvergesslich. Als wir ein ganzes Stück hinaufgeklettert waren, kam dann ein Abschnitt durch einen engen Eisgang ... links und rechts neben einem hohe Eiswände, durch die man sich durchbahnen musste. Als das geschafft war, zeigte uns unser guide ein Loch oder Tunnel im Eis, der endlos weit hinab schoss ... nicht groß vom Durchmesser aber dafür suuuuper tief .. da mag man gar nicht nachdenken was passiert wenn man mal irgendwo daneben tritt. Am Ziel angekommen hatten wir dann eine super Aussicht auf den oberen Teil des Gletschers und auf das Tal. Wir durften noch Fotos machen und uns stärken bevor es dann wieder bergab, ähhhh, gletscherab ging! Das war nicht immer so leicht, da es doch recht steil war, aber die Spikes gaben einem guten Halt.
Wieder unten angekommen gings zu Fuß zurück zum Bus und das Abenteuer war beendet. Wir waren ein wenig erschöpft nach den 4 Stunden und gönnten uns im supermarkt erstmal ein Brathähnchen, das wir im Wohnmopped verputzten! :)
Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Küste, ohne genaues Ziel, einfach mit dem Gedanken im Kopf "Mal sehen, wie lang wir durchhalten"
Wir machten mehrere Fotostopps an super schön gelegenen Seen und einen Bummelstopp in Hokitika. Dieses Städtchen ist quasi die Hochburg der Jadeindustrie und weil Michi als frischgebackener Ehemann seine Qualitäten noch unter Beweis stellen muss, gab es für die Frau Heintze erstmal eine hübsche Jadekette! *hihi*
Schließlich schafften wir es bis nach Punakaiki ...
der Stadt der Pfannkuchenfelsen. Wir waren aber so ko das wir uns das als Programmpunkt für den nächsten Morgen übergelassen haben. Wir steuerten nur noch den Campground an und wurden absolut von der Lage überrascht. Es waren grad mal 3 Minuten Fußweg zum Meer. Das nahmen wir natürlich noch mit und siehe da, kaum kamen wir an, ging die Sonne unter und präsentierte uns einen wunderschönen Untergang an einem traumhaften Strand! Herrlich ... Zurück im Wohnmopped wurden dann noch Spetthies bolognese gekocht, gefuttert und um 22 Uhr in die Alkove gegangen ... Urlaub kann auch ganz schön anstrengend sein! :)
Gefahrene KM : 240
Fahrer: Michi
Stationen: Fox Glacier - Franz Josef Glacier - Hokitika - Punakaiki
Tüssi JamJam

wow, so viel schnee den möchte ich hier auch mal haben!
AntwortenLöschenViele Grüße Nathalie.
Viel spaß noch!!!